Briefe, Bsoffnig und berufliche Inklusion
Seit Mai arbeitet die Post am Alpenquai in Luzern mit dem Verein Wärchbrogg zusammen. Dieser bietet geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung. Zu Besuch in einer etwas anderen Filiale mit Partner.
- Die Schweizerische PostLesezeit 3 Minuten

Neue Kundschaft
An der Bäckereitheke ist Denise sichtlich in ihrem Element. Gut gelaunt ordnet die 44-Jährige Brot und Gebäck ein, das sie am frühen Morgen gebacken hat, und bedient an der Kasse die Kundschaft, die sich etwas für die Znünipause kaufen möchte. Denise arbeitet im stilvollen Lebensmittelgeschäft der Wärchbrogg. Der Laden am Alpenquai 4 in Luzern führt ein grosses Sortiment an unverpackten Lebensmitteln, Gewürzen aus fernen Ländern, Bio-Früchten und -Gemüse sowie Haushaltsprodukten und eine vielseitige Theke mit lokalen Wurst- und Käseprodukten (unbedingt den Bsoffnig-Käse probieren, wenn du mal dort vorbeikommst). «Ich arbeite seit zehn Jahren hier und es gefällt mir immer noch so gut wie am ersten Tag. Eigentlich sogar noch ein bisschen besser, jetzt wo ich auch den Postschalter bediene», sagt Denise.
Neue Kundschaft
Denn seit Mai gehören im Wärchbrogg-Laden auch Briefe und Pakete zum Arbeitsalltag. Die Institution Wärchbrogg wurde 1962 gegründet und ist in vier Bereichen aktiv: Detailhandel, Gastronomie, Logistik und Werkstatt. Sie bietet rund 180 geschützte Arbeitsplätze und baut Menschen eine Brücke zur Arbeitswelt, die Schwierigkeiten haben, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Gemeinsam mit einem Team aus 4 Fachpersonen bedienen und beraten die Wärchbrogg-Mitarbeitenden die Kundschaft. Jede und jeder arbeitet im eigenen Rhythmus und nach eigenen Vorlieben.



