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Geschichte der Schweizerischen Post

Vom Briefträger im Dorf zur modernen Logistik- und Kommunikationspartnerin: Seit 1849 entwickelt sich die Post stetig weiter.

Geschichte

Seit mehr als einem Jahrhundert verbindet die Post Menschen, Orte und Ideen. Was 1849 mit der Gründung der Bundespost begann, ist heute ein vielseitiges Unternehmen mit Dienstleistungen in Logistik, Kommunikation, Mobilität und digitalen Services.

Die Geschichte der Post zeigt, wie sich Technik, Gesellschaft und Bedürfnisse verändert haben – und wie sich die Post immer wieder neu darauf eingestellt hat.

Eine Zeitreise: 1849 bis heute

Postkutschen und Mitarbeitende vor der Poststelle in Effretikon Ende des 19. Jahrhunderts. Quelle: PTT-Archiv

1849: Wie alles begann

Der neu geschaffene Bundesstaat vereinheitlicht – und verbessert – das Postwesen. Die eidgenössische Post löst die kantonalen Postverwaltungen ab. Von nun an ist sie zuständig für den Transport von Briefen, Paketen, Personen und Geldsendungen.

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Die ersten schweizweit gültigen Briefmarken: Schweizerkreuz, Posthorn und Wertangabe 2 ½ Rappen.

1850: Erste schweizweit gültige Briefmarken

Nachdem einzelne Kantone bereits in den 1840er-Jahren Postwertzeichen herausgegeben haben, kommen nun eidgenössische Briefmarken auf den Markt. Sie ermöglichen der Post, das Porto bereits beim Absender zu erheben, nicht erst beim Empfänger.

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Bahnpöstler bei der Unterwegssortierung im Büroraum des Bahnpostwagens auf der Strecke Basel–Belfort 1926. Quelle: Museum für Kommunikation

1857: Die Bahnpost wird eingeführt

Das Rückgrat der Postbeförderung ist ab den 1850er-Jahren die Bahnpost. In den dafür vorgesehenen Wagen werden die Postsendungen unterwegs sortiert. Vor der Einführung der Postleitzahlen verlangt diese Arbeit besonders gute Kenntnisse der Geografie und des PTT-Transportsystems.

Postkarte von ca. 1900 mit Bild und Beschriftung «Gruss aus Luzern». Quelle: Gebrüder Metz, Kunstverlags-Anstalt Basel (Hg.) / Museum für Kommunikation

1870: «Gruss aus …»

Als viertes Land der Welt führt die Schweiz die Postkarte ein. Das Porto kostet nur die Hälfte eines Briefportos. Mit dem Aufblühen des Tourismus kommt es in den folgenden Jahrzehnten zu einem wahren Postkartenboom.

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Logo des Weltpostvereins, ungefähr um 1956. Quelle: PTT-Archiv

1874: Internationaler Postverkehr

1874 wird in Bern der Weltpostverein gegründet und in der Folge ein Weltpostvertrag ausgehandelt. Die Schweiz beteiligt sich stark an der Gründung. Bahn und Schiff transportieren die Post im internationalen Verkehr. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das Flugzeug zum wichtigen Transportmittel.

Hauptpost St. Gallen, 1887. Quelle: Museum für Kommunikation

1880–1900: Erster Bauboom bei der Post

In Kantonshauptorten und weiteren grossen Ortschaften entstehen rund 26 monumentale Postbauten. Die Post repräsentiert durch die grossen wie auch die kleinen Postgebäude den neuen Bundesstaat in allen Regionen der Schweiz.

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Offiziere und Soldaten der Feldpost in Renens 1895. Quelle: Museum für Kommunikation

1889: Zwischen Zivil und Militär

Die Feldpost entsteht. Ihr Grundauftrag: die Postversorgung der Armee und ihrer Truppen. Sie nimmt dadurch eine Bindegliedfunktion zwischen zivilem und militärischem Leben ein.

Postcheckschalter Hauptpost Genf, 1935 Quelle: Museum für Kommunikation

1906: Zahlungsverkehr via Post

Der Post wird ein «Postcheck- und Girodienst» übertragen. Dank ihres dichten Netzes von 4000 Betriebsstellen bietet sie ideale Bedingungen dafür. Grundsätzlich kann nun jede und jeder ein Konto eröffnen und bargeldlos Überweisungen tätigen.

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Die erste Generation Postautos im Hof der Hauptpost Bern 1906. Quelle: Museum für Kommunikation

1906: Ab die Post – das erste Postauto

Der erste Automobil-Postkurs verbindet Bern mit Detligen. Das charakteristische «Dü-da-do» ertönt allerdings erst Jahre später.

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Kriegsgefangenenpost in Basel, aufgetürmte Postsäcke für die Weiterbeförderung, ca. 1945. Quelle: Robert Spreng (Fotograf) / Museum für Kommunikation

1914–1945: Die Post als Vermittlerin während der Weltkriege

In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz befördert die Post mehrere Hundert Millionen portofreie Sendungen von Kriegsgefangenen und Internierten. Und nach den Mobilmachungen 1914 und 1939 nimmt die Schweizer Militärpost sprunghaft zu – die portofreie Feldpost macht bis zu 25 Prozent des inländischen Briefaufkommens aus.

Postbote mit voll beladenem Dreirad in Ittenthal AG 1923. Quelle: Museum für Kommunikation

1920 bis 1998: Die Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe PTT

Über 70 Jahre gemeinsam unterwegs: In den 1920er-Jahren wird die Post mit dem Telefon- und Telegrafendienst zur PTT vereint. Seit 1998 gehen die Betriebe als Post und Swisscom AG getrennte Wege.

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Paketboten beim Vorsortieren und Beladen der Fahrzeuge.

1927: Von Diplomierten und Uniformierten

Einmal Post, immer Post: Zu PTT-Zeiten sind die meisten Pöstler Beamte und bleiben ihrem Arbeitgeber bis zur Pensionierung treu. Eine wichtige Grundlage ist das Beamtengesetz von 1927. Alle Arbeitsabläufe sind in detaillierten Vorschriften geregelt. Erst 1998 wird der Beamtenstatus aufgehoben.

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Das rechteckige PTT-Wappenlogo mit Schweizerkreuz und Posthorn. Quelle: Museum für Kommunikation

1932: Die Marke PTT

Die Post und die Telegrafie/Telefonie werden zu einer einheitlichen Marke zusammengefasst. Sie treten gemeinsam mit einem rechteckigen Wappenlogo auf. Der Bund erlaubt der PTT offiziell, das Schweizerkreuz zu verwenden. Die Farbe «Postgelb» ist erst ab 1939 vorgeschrieben, davor ist sie hauptsächlich bei Postkutschen und Postautos zum Einsatz gekommen.

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Postkutsche ins Averstal, letzte Pferdepost der Schweiz, 1958. Quelle: Museum für Kommunikation

1961: Letzte Pferdepost

Auf der Linie Avers–Juf wird die letzte Pferdepost der Schweiz eingestellt. Dies ist bezeichnend für umfassende Rationalisierungen im Postbetrieb, die in den 1960er-Jahren eingeleitet werden.

Plakat Post mit Slogan «Jedesmal – Postleitzahl» 1965. Quelle: Museum für Kommunikation

1964: Einführung der Postleitzahlen

Die Postleitzahlen werden am 1. Oktober 1964 eingeführt. Sie führen zu einer starken Vereinfachung der Sortierung; vertiefte geografische Kenntnisse sind von nun an nicht mehr nötig. Das Postleitzahlensystem bildet die Grundlage zur späteren Einführung der maschinellen Sortierung.

Anna Nater, die erste Frau bei der Bahnpost. Quelle: Museum für Kommunikation

Ab 1972: Die Kaderlaufbahnen werden durchlässiger

Die Kaderlaufbahn bei der Post steht neu auch Frauen offen. 1974 nehmen die ersten Frauen in der Männerdomäne Bahnpostdienst ihre Tätigkeit auf. Dieser gilt als Kaderschmiede der PTT.

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Kundin hebt am Postomat Geld ab. Foto: Peter Baur, Herrenschwanden. Quelle: Museum für Kommunikation

1978: Einfach Geld abheben am Postomat

In der Berner Schanzenpost wird der erste Postomat in Betrieb genommen.

«Lebendige» Briefmarke mit A-Post-Sujet von 1996. Quelle: Museum für Kommunikation

1991: Einführung der A- und B-Post

Zwei Geschwindigkeiten, zwei Tarife: Die Kunden entscheiden. Ein A-Brief kostet zunächst 80 Rappen und wird innerhalb eines Tages verarbeitet, ein B-Brief kostet 50 Rappen und kommt nach zwei bis vier Tagen an.

Teilweise verbrannter Lieferwagen Fiat Fiorino 1.6, Fluchtfahrzeug beim Fraumünster-Postraub. Quelle: Museum für Kommunikation

1997: Der Fraumünster-Postraub

September 1997, Fraumünsterpost in Zürich: Fünf junge Männer fahren in einem Lieferwagen in den Innenhof der Post und erbeuten in nur vier Minuten 53 Millionen Schweizer Franken.

Zürich, 1. September 1997, 10.30 Uhr: Im Innenhof der Fraumünsterpost stehen mehr als 70 Millionen Franken zum Transport in die Nationalbank bereit. Fünf junge Männer wissen davon durch einen weiteren Komplizen, einen Aushilfsmitarbeiter der Post. Sie fahren in einem gestohlenen Lieferwagen zur Fraumünsterpost. Das Auto ist als Servicewagen der Telecom getarnt. Die Räuber erbeuten innerhalb von vier Minuten 53 Millionen Franken, indem sie die Kisten mit dem Geld in ihr Auto laden – zwei Kisten müssen sie stehen lassen, weil der Kofferraum zu klein ist. Die Beute ist somit grösser als die des legendären Posträubers Ronald «Ronnie» Biggs 1963. Der Fraumünster-Postraub gilt als «Postraub des Jahrhunderts».

Zunächst bringt die sofort eingeleitete Grossfahndung kein Resultat. Später zeigt sich aber, dass die Posträuber stümperhaft vorgegangen sind und diverse Spuren hinterlassen haben. Nach und nach werden sie alle gefasst, der letzte 1998 in Miami. Sie sind alle geständig und verbüssen Haftstrafen in der Grössenordnung von fünf Jahren.

Die Post stärkt und professionalisiert in der Folge das Sicherheitsmanagement. So lagert sie etwa Hochrisikotransporte aus.

In einer Doku-Fiction und einem Podcast hat SRF das Ereignis 2020 nacherzählt; unter anderem nimmt der Haupttäter darin Stellung:

Doku-Drama: «Es geschah am… Der Postraub des Jahrhunderts»

Quellen:

Das grosse Ding - SWI swissinfo.ch

Walter Knobel, Schweizerische Post (Hg.): Gelb bewegt. Die Schweizerische Post ab 1960, Bern 2011.

Logo Swisscom 1998 und Logo Die Post 1999.

1998: Das Ende der PTT

Die PTT wird aufgelöst beziehungsweise in die Schweizerische Post und die Swisscom AG aufgeteilt. Die über 70-jährige gemeinsame Geschichte geht damit zu Ende.

PostFinance-Karte wird in Kartenlesegerät gesteckt.

1998: Einführung von yellownet (E-Finance)

Die Post nutzt die Möglichkeiten der zunehmenden Digitalisierung – sei es für ihre internen Arbeitsabläufe oder für neue Dienstleistungen. So lanciert PostFinance 1998 «yellownet» und gehört dadurch zu den Pionieren der elektronischen Vermögensverwaltung.

Die Geschichte der Digitalisierung beginnt in den 1930er- und 1940er-Jahren, als das binäre System, bestehend aus Einsen und Nullen, erfunden worden ist. Dieses bildet die Grundlage für die ersten Computer. Die PTT zeigt sich aufgeschlossen gegenüber der neuen Technologie, die eine höhere Produktivität verspricht: Die PTT nutzt ab 1957 den ersten kommerziellen Computer der Schweiz. 1967 nimmt sie ein elektronisches Rechenzentrum in Ostermundigen BE in Betrieb – damals das grösste und leistungsfähigste Rechenzentrum eines öffentlichen Betriebs. Die Kreispostdirektionen starten in den frühen 1980er-Jahren mit der elektronischen Datenverarbeitung. Immer mehr Computer kommen zum Einsatz, auch im Betrieb. Die Standorte werden immer stärker vernetzt.

Postgeschäfte erledigen – immer und überall

Die Post nutzt die technischen Möglichkeiten auch, um neue Angebote zu entwickeln. Zum Beispiel im Bereich Zahlungsverkehr: Sie führt 1988 die Postomat-plus-Karte ein, die erste Debitkarte der Schweiz mit integriertem Chip, mit der in vielen Geschäften bargeldlos bezahlt werden kann. Zehn Jahre später gehört PostFinance dank der Einführung von «yellownet» zu den Pionieren in der elektronischen Vermögensverwaltung (E-Finance). 2010 lanciert PostFinance als erstes Finanzinstitut eine kostenlose App mit Zahlungsfunktion für das iPhone. 2014 bringt sie TWINT, die erste integrierte Payment- und Shopping-App der Schweiz, auf den Markt. Und seit 2019 betreibt sie mit Valuu die erste vollständig digitale Hypothekenplattform.

Auch in ihren anderen Geschäftsbereichen entwickelt die Post in den 2010er-Jahren immer mehr digitale Services. So ist es unter anderem möglich, Sendungen in Echtzeit zu verfolgen oder ihren Empfang zu steuern. Pakete können rund um die Uhr am MyPost24-Automaten aufgegeben oder abgeholt werden. Und wer keine Briefmarke zur Hand hat, lässt sich einen Code per SMS zukommen. Die neuen digitalen Services entsprechen dem Bedürfnis vieler Kundinnen und Kunden, ihre Postgeschäfte orts- und zeitunabhängig zu erledigen.

Das Briefgeheimnis in der digitalen Welt

Die Post will das Prinzip des Briefgeheimnisses auch in der digitalen Welt sicherstellen. Als vertrauenswürdige Übermittlerin von schützenswerten Informationen entwickelt sie digitale Lösungen für Unternehmen, Behörden und die Bevölkerung. Ein Beispiel dafür ist das elektronische Patientendossier: Auf dieser Plattform werden Patientinnen und Patienten mit Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitseinrichtungen vernetzt.

Quellen:

Geschichte von PostFinance: https://www.postfinance.ch/de/ueber-uns/unternehmen/geschichte.html

Walter Knobel, Schweizerische Post (Hg.): Gelb bewegt. Die Schweizerische Post ab 1960, Bern 2011.

Gelbe Postcontainer mit dem Logo der Schweizerischen Post stehen auf Bahnwagen am Paket-Terminal in Frauenfeld. Ein grosser Kran hebt einen Container. Die Szene zeigt effiziente Logistik unter klarem Himmel in einem modernen Umschlagzentrum. Die Atmosphäre ist geschäftig und strukturiert.

1999: Drei grosse Paketzentren

Die Post nimmt die Paketzentren Härkingen (SO), Daillens (VD) und Frauenfeld (TG) in Betrieb. Es ist ein Logistik-Jahrhundertereignis für die Schweiz. 450 Millionen Franken hatte die Post in modernste Technologie und ausbaufähige Infrastruktur investiert. Erstmals lassen sich nun Pakete automatisch bis auf die einzelnen Touren der Paketboten sortieren – für die damalige Zeit revolutionär.

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Poststelle mit Postfachanlage.

2001: Umstrukturierung Poststellennetz

Das Kundenverhalten verändert sich: Immer weniger Briefe und Pakete werden an den Poststellen aufgegeben, weniger Einzahlungen am Schalter getätigt. Die Reduktion von 3500 auf 2500 Poststellen wird geplant.

Mitarbeitende sortieren Sendungen im Postgebäude Zürich Sihlpost. Quelle: Michael Freisager (Fotograf) / Museum für Kommunikation

2002: GAV für die Pöstler

Nach fast zwei Jahren intensiver Verhandlungen zwischen der Post und den Sozialpartnern wird der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Post unterzeichnet und auf den 1. Januar 2002 umgesetzt. Zuvor sind die Anstellungsbedingungen für das Personal der Post durch das Beamtengesetz (BtG) geregelt worden.

Paketbote lädt mehrere Pakete aus dem Lieferwagen auf einen Handwagen.

2004: Liberalisierung Paket- und Briefmarkt

Per 1. Januar 2004 wird der Paketmarkt in der Schweiz liberalisiert. 2006 fällt der Monopolschutz für Briefe über 100 Gramm. Drei Jahre später gilt der Monopolschutz sogar nur noch für Briefe bis 50 Gramm.

Briefzentrum Härkingen

2009: Drei grosse Briefzentren

Das Briefzentrum Härkingen nimmt den Betrieb auf – nach den Briefzentren Zürich-Mülligen und Eclépens. Damit ist das grösste Projekt in der Geschichte der Post abgeschlossen. Sämtliche Abläufe in der Briefverarbeitung sind neu konzipiert worden.

Logo «pro clima»-Versand

2012: Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Seit 2012 versendet die Post Inland-Briefsendungen CO2-kompensiert. Und seit Anfang 2017 sind alle rund 6000 zwei- und dreiräderigen Zustellfahrzeuge batteriebetrieben unterwegs. Die Bestrebungen, die Umweltbelastung insbesondere bei der Mobilität zu reduzieren, beginnen in den 1990er-Jahren.

Das Bild zeigt die Fassade eines modernen Bürogebäudes mit grossen Glasfenstern und einem Logo der Schweizerischen Post auf dem Dach. Der Himmel ist klar und blau, was die Architektur des Gebäudes unterstreicht.,

2013: Die Post gehört der Schweiz

Die PTT als staatlicher Betrieb – das war einmal. 1998 wurde diese Verwaltungseinheit des Bundes aufgelöst. Es entstand die Post, eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt, die 2013 zur spezialgesetzlichen Aktiengesellschaft wurde. Eigentümer ist zu 100 Prozent der Bund.

Eine ältere Frau sitzt bequem auf einem Sofa und bedient ein Tablet. Der Raum ist warm beleuchtet, mit einer Holzwand und sanfter Beleuchtung, was eine ruhige und entspannte Atmosphäre schafft.

2013: Elektronisches Patientendossier (EPD)

Die Post lanciert als Pionierin das erste elektronische Patientendossier (EPD) der Schweiz im Kanton Genf. 2015 beschliesst die Bundesversammlung, das elektronische Patientendossier schweizweit einzuführen. Die Post baut ihre E-Health-Plattform auf, und 2020 werden die ersten EPD eröffnet.

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Eine Person trägt ein Paket und läuft an einer gelben Postfachanlage "My Post 24" vorbei. Die Anlage ist mit dem Logo der Schweizerischen Post versehen und befindet sich in einem modernen, sauberen Innenraum. Die Person wirkt entspannt und der Raum ist gut beleuchtet.

2013: Pakete rund um die Uhr sicher senden und empfangen

Die Post entwickelt ihre Zugangspunkte kontinuierlich weiter. Mit My Post 24 stellt sie Paketautomaten bereit, an denen Kundinnen und Kunden Pakete und eingeschriebene Briefe rund um die Uhr unabhängig von Schalteröffnungszeiten sicher empfangen und versenden können. Seit 2022 installiert die Post My Post 24-Automaten nicht nur in Zentren, sondern auch in Wohngegenden. Diese sind mit der Post-App bedienbar.

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Eine Mitarbeiterin der Schweizerischen Post fährt auf einem dreirädrigen Elektromobil der Marke Kyburz entlang einer ländlichen Strasse. Das Fahrzeug ist gelb und mit einem Postlieferraum ausgestattet. Die Umgebung ist grün und malerisch, mit Bäumen und Blumentöpfen. Die Atmosphäre ist ruhig und idyllisch.,

Seit 2017: Saubere Zustellfahrzeuge

Seit Anfang 2017 sind alle rund 6000 dreiräderigen Zustellfahrzeuge batteriebetrieben unterwegs. Erste Bestrebungen, die Umweltbelastung insbesondere bei der Mobilität zu reduzieren, haben in den 1990er-Jahren begonnen.

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Postauto mit Industrie-Hintergrund

2018: Subventionsaffäre PostAuto

Die PostAuto Schweiz AG gerät in die Schlagzeilen, weil sie zwischen 2007 und 2018 eine subventionsrechtlich nicht konforme Buchungspraxis verfolgt hat. Den Geschädigten – Bund, Kantonen, Gemeinden – zahlt PostAuto die entgangenen Beträge inklusive Zinsen vollumfänglich zurück. Zudem leistet PostAuto freiwillige Rückzahlungen für zu Unrecht bezogene Subventionen, die bereits verjährt sind. Für die Post ist das ein wichtiger Schritt in der lückenlosen Aufarbeitung und eine zentrale Voraussetzung für den Neuanfang.

Pakete auf Förderanlage im Paketzentrum

2020: Die Post in der Corona-Krise

Die Lockdown-Phasen aufgrund der COVID-19-Pandemie und insbesondere der damit verbundene steile Anstieg des Onlinehandels führen dazu, dass die Post so viele Pakete zustellt wie noch nie zuvor: 182,7 Millionen Stück – ein Allzeitrekord.

Ein Mann sitzt an einem Tisch und arbeitet an einem Laptop vor einem grossen Monitor, auf dem Code angezeigt wird. Er lächelt in die Kamera, die Umgebung wirkt modern und freundlich. Der Raum ist gut beleuchtet und die Atmosphäre wirkt professionell und kreativ.,

2020: Briefgeheimnis in der digitalen Welt

An ihrem IT-Standort in Neuenburg baut die Post ein hochspezialisiertes Kryptografieteam auf. Es entwickelt zum Beispiel das sichere E-Voting-System der Post inhouse.

Logo der Post

2023: Neues Post-Logo

Eine Schweiz, die sich bewegt, braucht eine Post, die das auch tut. Um dieses Bestreben für die Zukunft noch sichtbarer zu machen, modernisiert die Post ihr Logo. Künftig gibt es für die Post in der ganzen Schweiz nur noch ein Logo. Das Logo wird damit zum verbindenden Element der Sprachregionen. Unter dem neuen Logo steht die Post für Bewährtes und Neues. Zudem ist das Logo Ausdruck der sich verändernden, zukunftsorientierten Post.

Ein Mann sitzt an einem Holztisch in einem gemütlichen Raum und verwendet ein Tablet. Auf dem Tisch liegen Briefe und ein Notizbuch. Der Hintergrund zeigt ein Regal mit Büchern und Dekorationen, was eine warme und einladende Atmosphäre schafft.

2023: Einsatz E-Voting

Die Post hat ein E-Voting-System in der Schweiz und für die Schweiz entwickelt. Um Sicherheitslücken zu finden, hat sie es auch von Spezialistinnen und ethischen Hackern aus der ganzen Welt prüfen lassen. Im März 2023 hat der Bundesrat die Bewilligung für den Einsatz des Systems bei Abstimmungen in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Thurgau erteilt. Das System wird in der Schweiz in den Rechenzentren der Post betrieben.

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Ein automatisiertes Fördersystem transportiert mehrere Pakete auf Rollbahnen in einem Logistikzentrum. Ein orangefarbenes Kontrollelement ist sichtbar, was auf eine industrielle Umgebung hinweist. Die Szene ist auf die effiziente Bewegung von Sendungen fokussiert.

2023: Drei neue Logistikzentren

Die Post muss ihre Verarbeitungskapazität immer so gestalten, dass sie auf Schwankungen bei den Paketmengen reagieren kann. 2023 eröffnet sie drei neue regionale Paketzentren: in Pratteln (BL), Wallisellen und Härkingen. Weitere folgen bis 2030. So schafft die Post Arbeitsplätze in der ganzen Schweiz. Und die Pakete werden dort sortiert, wo sie aufgegeben werden.

Visuelle Auszeichnung 175 Jahre Post

2024: 175 Jahre Post

Seit 1849 schafft die Post Verbindungen: zwischen Berg und Tal, Dorf und Stadt, zwischen den Sprachregionen, Jung und Alt und Beruf und Freizeit.

Eine Person hebt in einem Lagerraum eine grosse blaue Kunststoffbox aus einem Regal. Die Umgebung besteht aus mehreren Reihen gleichartiger blauer Boxen, die in Metallregalen gestapelt sind. Die Person trägt Arbeitskleidung in Grau und Gelb.

2025: Logistikpartnerin für die Gesundheitsbranche

Die Post eröffnet ein temperaturkontrolliertes Logistikzentrum in Villmergen (AG), das speziell auf die Lagerung von Medizin- und Pharmaprodukten ausgerichtet ist und damit die Arbeit von Spitälern, Arztpraxen oder Ambulatorien erleichtert.

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