
1920 bis 1998: Die Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe PTT
Über 70 Jahre gemeinsam unterwegs: In den 1920er-Jahren wird die Post mit dem Telefon- und Telegrafendienst zur PTT vereint. Seit 1998 gehen die Betriebe als Post und Swisscom AG getrennte Wege.
1920
Beide sind in der Kommunikation tätig, beide stehen in der Verantwortung des Bundes: Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhofft man sich vom Zusammengehen der «Schwestern» Post- und Telegrafenverwaltung (inkl. Telefon ab 1878), in Betrieb und Verwaltung Kosten einzusparen. Ein grosser Teil der Telegrafenstellen und später der Telefonstellen ist in Postgebäuden untergebracht. 1920 bis 1928 erfolgt die schrittweise Vereinigung zur Post-, Telefon- und Telegrafenverwaltung (PTT).

Die PTT in den 1960er-Jahren
Die Entwicklung von Technik, Wirtschaft und Gesellschaft stellt unterschiedliche Herausforderungen an die Post und die Fernmeldedienste (Telegrafendienst und Telefonie). Ab 1960 ist die Organisation deshalb in die Departemente Post, Fernmeldedienste und Präsidialdepartement (inkl. Generalsekretariat, Finanzabteilung usw.) eingeteilt. PTT steht nun für Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe. Nach wie vor wird eine gemeinsame PTT-Rechnung geführt; die Fernmeldedienste decken die Defizite der Postdienste, d. h. es gibt eine Quersubventionierung. Jede Poststelle ist auch öffentliche Sprechstelle im Telefonnetz und Annahmestelle für Telegramme. PTT und Post sind in den Augen der Bevölkerung jedoch quasi Synonyme: Man spricht von der PTT, wenn man die Post meint.