Unterwegs zur Tour 23 in Le Lignon
In der Genfer Siedlung Le Lignon liefert die Post auf einer Strecke von etwas mehr als einem Kilometer Briefpost an rund 6500 Personen. Das ist eine grosse logistische Herausforderung an einem Ort, der vom Kanton Genf unter Denkmalschutz gestellt wurde und dessen Gebäudekomplex als das längste Wohnhaus der Schweiz gilt.
- Die Schweizerische PostLesezeit 3 Minuten

Eine Stadt in der Stadt
Mittwoch, 6. Juli, 07.00 Uhr. Le Lignon in der Gemeinde Vernier im Kanton Genf bewegt sich schon frühmorgens im Rhythmus seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Der Himmel ist strahlend blau. Bunte Rollläden werden heruntergelassen, was darauf hindeutet, dass es heiss wird. Die Terrassen der Cafés füllen sich mit den morgendlichen Arbeiterinnen und Arbeitern.
In den Räumlichkeiten der Postfiliale im Herzen des Quartiers ist das Team mit der Vorbereitung der Tour beschäftigt. Hocine, Catherine, Giuseppe, Nadège, Phil, Antony, Panasiti, Mohamed und Georges bearbeiten täglich rund 23 000 Briefe und 800 Pakete.

Eine Stadt in der Stadt
Auf knapp 1060 Metern Länge lebt eine riesige Kundschaft. Le Lignon besteht aus einem fünfzehnstöckigen, langgestreckten Hauptgebäude, das nur von zwei Türmen unterbrochen wird. Der Gebäudekomplex wurde in den 60er-Jahren gebaut und beherbergt heute 84 Eingänge, 2780 Wohnungen, Unternehmen und Vereine, eine Schule, zwei Kirchen und ein Einkaufszentrum.
Drei Mitarbeitende kümmern sich heute um die Postzustellung im Le-Lignon-Riegel. Davon sind zwei zu Fuss und jemand mit einem elektrischen Zustellfahrzeug unterwegs.



