Post und Preisüberwacher vereinbaren Preisanpassungen ab 2027
Sinkende Briefmengen erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf die Post: Wichtige Einnahmen gehen zurück, während die Kosten für die flächendeckende Infrastruktur weitgehend gleichbleiben. Die Post trägt einen grossen Teil der finanziellen Belastung selbst, indem sie ihre Prozesse vereinfacht und ihre Effizienz laufend steigert. Weil dies den Mengenrückgang nicht vollständig ausgleichen kann, haben die Post und der Preisüberwacher moderate Preisanpassungen für drei Jahre vereinbart. Ab 2027 kostet ein A-Post-Brief 1.40 Franken, ein B-Post-Brief 1.10 Franken. Die Paketpreise für Privatkunden und KMU bleiben unverändert.
- Die Schweizerische PostLesezeit 1 Minute
Die Post investiert in eine zukunftsfähige Grundversorgung
Die Post und der Preisüberwacher haben sich im gemeinsamen Dialog auf moderate Anpassungen der Briefpreise per 1. Januar 2027 für eine Gültigkeit von drei Jahren geeinigt. Der A-Post-Brief kostet neu 1.40 Franken, ein B-Post-Brief neu 1.10 Franken. Die Anpassungen sind für die Post zwingend nötig, unterstreicht Konzernleiter Pascal Grieder: «Die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden verändern sich rasant: Seit 2010 sind zwei von fünf Briefen weggefallen. Gleichzeitig bleiben die Kosten für die Grundversorgung weitgehend konstant. Wir haben Handlungsdruck. Deshalb senken wir laufend unsere Kosten und werden effizienter. Einen Teil der Auswirkungen des Mengenrückgangs können wir so auffangen. Eine moderate Preisanpassung ist jedoch unumgänglich, um weiterhin einen starken und eigenfinanzierten Service public sicherzustellen». Pascal Grieder betont: «Kaufkraftbereinigt profitieren unsere Kundinnen und Kunden weiterhin von Brieftarifen, die zu den günstigsten Europas gehören.» Bei den Paketen passt die Post die Preise für Privatkunden und KMU trotz des arbeits- und kostenintensiven Schweizer Markts nicht an.
Die Post investiert in eine zukunftsfähige Grundversorgung
Angemessene Preise helfen der Post, auch in Zukunft eine starke Grundversorgung bereitzustellen. Gleichzeitig stärkt die Post ihr Kerngeschäft, indem sie zum Beispiel in den Unterhalt ihrer Infrastruktur investiert. Unter anderem modernisiert sie ihre Logistikzentren, in Frauenfeld baut sie aktuell ein zusätzliches Paketzentrum. Zudem digitalisiert die Post laufend ihre Prozesse und Produkte entlang der sich verändernden Kundenbedürfnisse. So ermöglicht sie seit dem 1. April 2026 in der postalischen Grundversorgung auch den Digitalen Brief für Privatkundinnen und -kunden, direkt in der Post-App. Nebst Preisanpassungen und einer konsequenten Kundenorientierung überprüft die Post auch laufend ihre eigenen Strukturen und Prozesse und passt sie wo nötig an.