Tiefere Brief- und Paketmengen beeinflussen das Ergebnis der Post
2023 bleibt für die Post wie erwartet ein finanziell anspruchsvolles Jahr: Sie hat bis Ende September 2023 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 208 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sind 137 Millionen Franken weniger als in der Vorjahresperiode. Der Gewinn beläuft sich auf 145 Millionen Franken und liegt 142 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis widerspiegelt das anspruchsvolle Marktumfeld und den beschleunigten Trend zum Digitalen. Die Post ist überzeugt, dass die Zinswende und die konsequente Umsetzung der Strategie «Post von morgen» das Ergebnis bereits ab 2024 positiv beeinflussen werden.
- Die Schweizerische PostLesezeit 5 Minuten
getrübte Konsumentenstimmung
Die getrübte Konsumentenstimmung, die fortschreitende Digitalisierung und die Teuerung beeinflussen das Ergebnis der Post weiterhin. Mit 208 Millionen Franken liegt das Betriebsergebnis per Ende September 137 Millionen Franken unter dem Vorjahreswert. Alex Glanzmann, Finanzchef der Post, ordnet ein: «Das Ergebnis liegt im Rahmen der Erwartungen. Es widerspiegelt die anspruchsvollen Rahmenbedingungen.» Der Gewinn sank um 142 Millionen Franken und liegt bei 145 Millionen Franken. Hier fällt nach wie vor der Verkauf der Tochtergesellschaft Swiss Post Solutions ins Gewicht, der den Gewinn im Vorjahr positiv beeinflusst hat. Der Betriebsertrag betrug per 30. September 2023 5,285 Milliarden Franken – das sind 4,2 Prozent bzw. 211 Millionen Franken mehr als in der Vorjahresperiode.
6,6 Prozent weniger Briefe und 5,1 Prozent weniger Pakete
Im Logistikgeschäft erwirtschafte die Post in den ersten neun Monaten 2023 ein Betriebsergebnis von 201 Millionen Franken. Das sind 77 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Bei allen wesentlichen Produktgruppen ging die Nachfrage zurück: bei den Briefen um 6,6 Prozent, bei den unadressierten Werbesendungen um 8,5 Prozent und bei den Paketen um 5,1 Prozent. Der Mengenrückgang bei den Briefen und Paketen macht sich auch im Schaltergeschäft von PostNetz bemerkbar. Da gleichzeitig die Schalterzahlungen um 19,6 Prozent zurückgegangen sind, verschlechterte sich das Ergebnis von PostNetz um 16 Millionen Franken. Das EBIT von Mobilitäts-Services sank um 8 Millionen Franken. PostAuto beförderte in den ersten neun Monaten des Jahres 132 Millionen Passagiere. Das sind 15 Millionen Fahrgäste mehr als in der Vorjahresperiode. Die Ticketeinnahmen stiegen, im Gegenzug sanken die Abgeltungen durch die öffentliche Hand. Gesamthaft reichten die Einnahmen nicht aus, um die höheren Kosten zu decken. Kommunikations-Services steigerte den Betriebsertrag mit strategischen Zukäufen vorwiegend in den Bereichen E-Government, sichere Kundenkommunikation und Cybersecurity. So fördert die Post die digitale Transformation in der Schweiz mit sicheren und vertrauenswürdigen Lösungen. Die Erweiterung des digitalen Angebots braucht aber Zeit. Daher schreibt Kommunikations-Services wie erwartet weiterhin ein negatives Ergebnis.