Elektronisches Patientendossier der Post wird mit neuer Plattform benutzerfreundlicher
Als führende Anbieterin des elektronischen Patientendossiers (EPD) entwickelt die Post ihr Angebot weiter und führt dazu eine neue technische Plattform ein. Dafür arbeitet sie mit dem international für Digital Health-Lösungen etablierten Unternehmen Trifork zusammen. Die Anbieter des EPD, die «Stammgemeinschaften» erhalten damit eine benutzerfreundlichere Plattform, mit der sich neue Services beispielsweise für die Medikation oder Rezeptausstellung im EPD rasch integrieren lassen. Auch für die privaten Nutzerinnen und Nutzer wird die Bedienung einfacher. Mit diesem wichtigen Schritt leistet die Post einen weiteren Beitrag, dem EPD Schub zu verleihen und den sicheren digitalen Informationsaustausch im Gesundheitswesen zu ermöglichen.
- Die Schweizerische PostLesezeit 3 Minuten
Digitaler Service public
International bewährte Cloud-Lösung
Für die Weiterentwicklung des EPD setzt die Post auf die cloudbasierte Plattform der Firma Trifork. Die in Dänemark gegründete Firma mit Hauptsitz in der Schweiz ist seit über 20 Jahren im Geschäftsfeld Digital Health tätig und hat nationale Lösungen für Patienten und medizinisches Fachpersonal entwickelt, wie die dänische Medizinkarte (FMK) oder das dänische Impfregister. Im EPD werden sensible persönliche Daten gespeichert und ausgetauscht. Die Post setzt daher auf eine sichere Technologie, welche diese Daten schützt. Sie entwickelt und betreibt die Lösung in der Schweiz.
Digitalen Wandel im Gesundheitswesen beschleunigen
Auch die Benutzerfreundlichkeit gewinnt. Nicole Burth, Leiterin Kommunikations-Services und Mitglied der Konzernleitung ordnet ein: «In allen Bereichen des beruflichen und privaten Alltags sind wir heute digital unterwegs. Wenn es um die Gesundheit geht, tragen aber viele das Impfbüchlein, das Gesundheitsbuch für die Kinder oder Röntgenbilder physisch bei sich. Damit auch im Gesundheitsbereich ein digitaler Wandel stattfindet, entwickelt die Post das elektronische Patientendossier weiter. Mit unserer neuen EPD-Plattform, einer modernen und sicheren Lösung für die Schweiz, bringen wir ein EPD auf den Markt, das für die Menschen einfach zu bedienen ist und in dem sich neue Funktionen schneller integrieren lassen. Unser Ziel ist, dass das EPD für die privaten Nutzerinnen und Nutzer und Gesundheitsfachpersonen zum alltäglichen Begleiter wird. Genau wie Smartphone oder Stethoskop.»
Keine Mehrkosten für Stammgemeinschaften
Die Post ist führend am EPD-Markt. Die Mehrheit der Stammgemeinschaften nutzen die Plattform der Post, das entspricht rund 90 Prozent der bestehenden Dossiers. Ab 2025 wird die Post die neue Plattform einführen und die Patientendossiers auf die neue Umgebung übertragen. Die Post wird auf Bestehendem aufbauen. So stellt sie sicher, dass die Datenübertragung bei den Stammgemeinschaften keine Mehrkosten verursacht. Für die Gesundheitseinrichtungen bleibt mit der neuen Plattform die Anbindung ihrer Systeme gewährleistet. Mit der neuen Plattform kann die Post den EPD-Anbietern, den sogenannten Stammgemeinschaften, neue Funktionen und Services, beispielsweise im Bereich Medikation oder Rezeptausstellung, zukünftig schneller anbieten. Davon profitieren die Mitglieder der Stammgemeinschaften, die Spitäler und andere Gesundheitseinrichtungen.