Post startet gut ins Jahr 2021
Der Konzerngewinn leicht höher, das Betriebsergebnis etwas tiefer, der Umsatz stabil: So lautet das erste Quartalsergebnis 2021 der Schweizerischen Post im Vergleich zum Vorjahr. Die ersten drei Monate des Jahres waren für die Post ein geglückter Auftakt in die neue Strategieperiode mit einer neuen Konzernstruktur. Im täglichen Betrieb gelang der Start ebenfalls. Die nach wie vor hohen Paketmengen konnten in der neuen Organisation zuverlässig verarbeitet werden.
- Die Schweizerische PostLesezeit 5 Minuten
Kerngeschäft
Die Schweizerische Post hat im ersten Quartal 2021 einen Konzerngewinn von 91 Millionen Franken erwirtschaftet. Das sind 7 Millionen Franken mehr als in der Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 89 Millionen Franken, 26 Millionen weniger als im ersten Quartal 2020. Der Umsatz (Betriebsertrag) blieb mit 1829 Millionen stabil und war rund 84 Millionen Franken höher als in den ersten drei Monaten vor Jahresfrist – das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent. «Die Post ist operativ gut ins neue Jahr und in die neue Strategieperiode gestartet», sagt Alex Glanzmann, Finanzchef der Post.
Bündelung der Kräfte stärkt Kerngeschäft
Die Mengen im Briefgeschäft gingen bei den adressierten Briefen um –5,1 Prozent zurück, während das Mengenwachstum bei den Paketen weiter anhielt. Die Mitarbeitenden der Post verarbeiteten 34,2 Prozent mehr Pakete als in der gleichen Zeitspanne vor Jahresfrist. Auf diesen Trend stellt sich die Post ein. Seit Anfang dieses Jahres sind Paket- und Briefverarbeitung im selben Bereich zusammengefasst. Die logistischen Kräfte sind so gebündelt, dass die Paketmengen optimal verarbeitet werden können, was das Kerngeschäft der Post stärkt. Der Übergang verlief nahtlos. «Wir konnten die hohen Paketmengen in der neuen Organisation, die uns mehr Flexibilität ermöglicht, zuverlässig verarbeiten», hält Alex Glanzmann fest. Dies zeigt sich auch im Ergebnis des Bereichs Logistik-Services, das, bereinigt um den Effekt einer Versicherungsleistung im Vorjahr, aufgrund hoher Paketmengen gesteigert werden konnte. Positiv ist die Entwicklung auch bei PostNetz, Mobilitäts-Services mit PostAuto sowie bei Swiss Post Solutions, während der Bereich (digitale) Kommunikations-Services ein erwartungsgemäss tieferes Ergebnis verzeichnet.
Bei PostFinance nahmen die Kundengelder im Vergleich zur Vorjahresperiode trotz Guthabengebühren zu. Diese Massnahmen haben jedoch teilweise zu einer Verlagerung in Fonds und Wertschriftenanlagen geführt (zinsindifferente Kundenvermögen). Die Kundenvermögensentwicklung betrug insgesamt im ersten Quartal –1,8 Milliarden Franken. Am Zins- und Kapitalmarkt fielen die Erträge tiefer aus als vor Jahresfrist. Auch spürt PostFinance die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nach wie vor reisen die Menschen weniger als vor der Pandemie. Entsprechend niedriger fielen im ersten Quartal des laufenden Jahres auch die Umrechnungserfolge von Bargeldbezügen in Fremdwährungen an den Geldautomaten im In- und Ausland sowie aus der Nutzung von Kreditkarten aus.