Presto muss die Zahl ihrer Mitarbeitenden reduzieren
Die Mitarbeitenden der Presto Presse-Vertriebs AG (Presto), einer Tochtergesellschaft der Post, tragen abonnierte Tages- und Sonntagszeitungen aus. Das tun sie im Rahmen von Kleinstpensen von 5 bis 25 Prozent. Die aktuell herausfordernde wirtschaftliche Lage, eine getrübte Konsumentenstimmung, der kontinuierliche Rückgang von Zeitungen und hohe Energie- und Papierpreise stellen die Medienhäuser und den Werbemarkt vor grosse Herausforderungen. Das hat Auswirkungen auf Presto. Das Unternehmen kann immer weniger Zeitungen verteilen. Das schwierige Umfeld zwingt Presto dazu, sich den neuen Begebenheiten anzupassen, um ihr Geschäft weiterhin wirtschaftlich betreiben zu können. Die Geschäftsleitung bedauert sehr, dass möglicherweise insgesamt 48 Mitarbeitende ihre Arbeit verlieren. Damit würden 8,5 Vollzeitstellen entfallen. Presto hat ein Konsultationsverfahren eröffnet, um den Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, Vorschläge zu unterbreiten, wie der geplante Stellenabbau vermieden werden könnte. Die Post und Presto stehen mit den Sozialpartnern im Gespräch. Dabei werden auch mögliche Abfederungsmassnahmen diskutiert. Das Ziel: Den geplanten Stellenabbau für die Mitarbeitenden so sozialverträglich wie möglich zu machen.
- Die Schweizerische PostLesezeit 3 Minuten
Tagestour für Presto wirtschaftlich nicht tragbar
Schon seit Jahren verändert die Digitalisierung die Medienlandschaft und den Werbemarkt in der Schweiz: Immer häufiger informieren sich die Menschen online. Immer seltener greifen sie auf eine gedruckte Zeitung aus Papier zurück. Damit verschieben sich auch die Werbeformen von physischen Produkten zu digitalen Werbeformen auf Onlineplattformen. Dies wie auch eine getrübte Konsumentenstimmung und hohe Energie- und Papierpreise stellen die Medienbranche vor grosse Herausforderungen. Das schwierige Umfeld spürt auch die Post-Tochtergesellschaft Presto Presse-Vertriebs AG (Presto). Sie kann immer weniger Zeitungen verteilen. Das zwingt sie dazu, sich laufend den neuen Begebenheiten anzupassen, um wirtschaftlich zu bleiben. Seit September verteilt Presto das Werbemagazin Consumo in der Region Biel. Presto hat den Auftrag, das Magazin zu verteilen, kurzfristig von der Post-Tochter Direct Mail Company AG (DMC) übernommen. Das Unternehmen hat im Frühjahr 2022 den entsprechenden Grossauftrag verloren und darum ist DMC in Biel nicht mehr tätig.
Tagestour für Presto wirtschaftlich nicht tragbar
Das Gewicht und damit auch die zu verteilenden Mengen des Magazins Consumo, das Prospekte mit Aktionen und Angeboten aus der Region beinhaltet, variiert von Woche zu Woche stark. Zuweilen ist die Menge sogar so gross, dass das Zustellpersonal die Zeitungen nicht fristgerecht verteilen kann. Ein früherer Start der Zustellerinnen und Zusteller war aufgrund einer fehlenden Nachtarbeitsbewilligung nicht möglich. Darum muss Presto derzeit einen grossen Teil des Consumo in einer speziell dafür organisierten Tagestour verteilen – eine Lösung, die auf lange Zeit für Presto wirtschaftlich nicht tragbar ist. Deshalb beabsichtigt Presto, das Werbemagazin ab dem 1. April 2023 nicht mehr durch die eigens geschaffene Tagestour zuzustellen. Zukünftig soll Consumo in der Region Biel durch die Post zugestellt werden, wie dies in anderen Regionen bereits der Fall ist. Dadurch fallen die Arbeitsstunden für die Tagestour weg und damit bei Presto voraussichtlich 8,5 Vollzeitstellen. Davon betroffen sind 48 Mitarbeitende. Sie stellen Consumo zu und leisten ein Kleinstpensum von durchschnittlich 16 Prozent, also durchschnittlich rund 6 Stunden pro Woche.